Vom 15.6. bis 15.7. ist wieder Schmetterlingszeit. Das heißt: Schmetterlinge beobachten und dem NABU NRW melden.
Sechsfleck Widderchen (Foto: NABU Bochum)
Längst sind viele Tag- und Nachtfalter nicht mehr so häufig zu Gast in unseren Gärten wie noch vor ein paar Jahren. Denn auch vor unseren beliebten Schmetterlingen macht das dramatische Insektensterben nicht Halt. Um auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen, ruft der NABU NRW bereits zum elften Mal zur Falterzählaktion „Schmetterlingszeit“ in Nordrhein-Westfalen auf, die im Rahmen des Projektes „Mehr gArtenvielfalt in NRW“ weitergeführt wird. Alle Interessierten können vom 15. Juni bis zum 15. Juli Schmetterlinge beobachten, zählen und dem NABU NRW melden.
„Dabei kann überall gezählt werden, egal ob im Garten oder auf dem Balkon, im Freibad oder im Park. Empfehlenswert ist es, eine passende Pflanze auszuwählen und alle Schmetterlinge, die sich dort niederlassen, zu erfassen“, erklärt Karl Heinz Jelinek, Schmetterlingsexperte beim NABU NRW. Anhand der Daten, die bei der Zählaktion gesammelt werden, könne man herausfinden, welche Tag- und Nachtfalter im unmittelbaren Siedlungsbereich noch vorkommen und wie häufig diese gesichtet werden. „Über die Jahre können wir so vielleicht Entwicklungstendenzen der Bestände einzelner Falterarten erkennen. Daher ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen teilnehmen“, so Jelinek.
Die genaue Zählanleitung und Abbildungen der im Fokus stehenden zwölf Tag- und sechs Nachtfalterarten sind auf einer Zählhilfe vermerkt, die beim NABU-Landesverband kostenfrei erhältlich ist. Flyer, Zählhilfe und weitere Informationen zur Teilnahme sind zudem online unter der Zählaktionsseite http://www.nrw.nabu.de/zaehlaktion abrufbar. Die Beobachtungen können ebenfalls direkt online eingegeben werden.
Ausführliche Falterportraits und weiterführende Informationen sind unter http://www.schmetterlingszeit.de zu finden. Darüber hinaus bietet die projekteigene Webseite http://www.mehrgartenvielfalt.de zahlreiche Tipps, wie Gärten und Balkone in schmetterlingsfreundliche Oasen verwandelt werden können.
Gefördert wird das Projekt „Mehr gArtenvielfalt in NRW“ vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Zählaktion wird durch das Portal Naturgucker.de unterstützt.
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